Die Schwitzhütte, ein Ort der Reinigung und Metamorphose

Die Zeremonie

Ich möchte hier gerne in kurzen Worten “unsere” Zeremonie beschreiben. Warum “unsere”? Es ist und war mir schon immer sehr wichtig, dass Schwitzhüttenleiter oder Schwitzhüttengemeinschaften immer ihre “eigene” Zeremonie haben. Es kann schon die selbe sein, aber eben mit dem ganz eigenen persönlichen Energien. Auch sind bei uns Frauen in der “Mondzeit” herzlich willkommen. Ein Dankeschön an das Spenden dieser besonderen Energien.

Wenn wir am Platz angekommen sind, beginnen wir mit einem Redekreis in dem die Zeremonie erklärt wird, Fragen beantwortet werden und alle den Raum haben sich vorzustellen und Fragen zu beantworten. Wir begehen den Platz und erklären wie man sich am Zeremonienplatz während der Zeremonie verhält, die Symbolik und das warum und wie.

Die Schwitzhütte wird eingedeckt, der Platz gesäubert, der Altar gerichtet und geschmückt. Der Feuerplatz wird gesegnet, dass Grundgerüst für das Feuer errichtet, die Steine eingesegnet. Die ersten 7 Steine segnet der Leiter oder der Feuermann ein, für die Himmelsrichtungen, Mutter Erde, Vater Himmel und das Hier und Jetzt. Anschliesend legt jeder der Teilnehmer ein Gebet in einen Stein und übergibt sie dem Feuermann mit lautem Aussprechen seines Namen. Dadurch meldet er sich bei den Spirits und dem Platzgeist an. Der Feuermann schlichtet die Steine zu einer Pyramide und wir errichten gemeinsam das Feuer, dass vom Feuermann und vom Leiter gemeinsam entzündet wird. Dann wird eine Linie aus Salbei oder Beifuß vom Feuer zur Schwitzhütte gezogen um die Energielinie zu markieren. Entlang dieser Linie werden später die Steine in die Hütte gebracht.

Während die Steine heiß werden haben die Teilnehmer Zeit sich innerlich auf die Hütte vorzubereiten und wir begeben wir uns in die Sweat. Was in der Sweat passiert möchte ich hier nicht “breittreten”. Von dem abgesehen dass man meiner Meinung nach dieses Erlebnis nicht beschreiben, sondern nur selbst erspüren kann, schließe ich mich der Meinung eines ungarischen Schamanen den ich sehr schätze an – schließt sich die Tür der Sweat, geht es in jeder Kultur um das selbe!

Nachdem die letzte Tür vorüber ist und alle Menschen die Hütte verlassen haben soll jeder noch die Zeit haben die er braucht. Anschließend, wenn alle wieder bereit sind, bilden wir einen Kreis, sprechen ein Dankgebet und übergeben dem Feuer ein Opfer (ein wenig vom Zeremonieessen auf einem Stück Rinde) für die Ahnen. Nun nehmen wir gemeinsam das Zeremonieessen zu uns und danken damit den Spirits die während der Schwitzhütte in und um uns gewirkt haben. Wir wollen sie mit diesem Essen stärken und ehren!

Nach dem Essen wird noch kurz ein Kreis gebildet und ein Gebet gesprochen. Damit ist die Zeremonie abgeschlossen!